Brücken Landesgartenschau Großenhain

Seit dem frühen englischen Landschaftspark ergänzen sich gestaltete Natur und Baukunst in spannungsreichem Wechsel. Neben Kleinarchitekturen wie Pavillons, Mauern und Pergolen sind Brücken ein wesentlicher Bestandteil solcher Anlagen. In diesem Zusammenhang sind die Brückenbauwerke der Landesgartenschau zu betrachten. Die Gestaltung der Brücken als verbindendes Element der Wegeführung ist durch zwei grundsätzliche Parameter bestimmt, durch den Ort und durch die Konstruktion. Diese müssen aufeinander abgestimmt werden. Parkbrücken wurden und werden aufgrund ihrer eher bescheidenen Größe genutzt, um Konstruktion, Material und technische Möglichkeiten beispielhaft einzusetzen. Im Gegensatz zu Gebäuden, die ein Innen von einem Außen trennen, sind Brücken reine Objekte in der Landschaft. Für die Landesgartenschau 2002 in Großenhain haben wir 7 Brücken mit ganz unterschiedlichem Charakter realisiert. Ihre Form ist ganz wesentlich aus den Anforderungen des jeweiligen Einsatzortes abgeleitet. Die Übereinstimmung von Form und Konstruktion waren dabei unbedingte Prämisse. Die Brücke zum „Tal der Gräser" führt in Trogform die Katharinegasse weiter. In den seitlichen Fachwerkträgern, die auch als Geländer dienen, wurde angestrebt, Ornament und Konstruktion sinnvoll zu vereinigen. Aus den Blechpaneelen ist unter Einbeziehung des Kräfteverlaufs ein Ornament geschnitten worden, das den Bezug zu anschließenden „Tal der Gräser" herstellt.

Bogenbrücken über den Gondelteich
Balkenbrücke über den Rödergraben
Brücke mit Sitzbank

Bauherr Landesgartenschau Großenhain GmbH
LP 1-9 Objektplanung SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Planung Gartenschau Weidinger Landschaftsarchitekten
Tragwerksplanung ifb frohloff staffa kühl ecker
Planung 2000-2001
Bauzeit 2001

B4 FachwOrna 4

 

B4 QS Linien