Donausteg Linz

Am Donauufer in unmittelbarer Nähe zum Museumsgebäude Lentos gelegen soll die neue Brücke ein Zeichen mit Fernwirkung setzen. Die Skulpturahle Pylonform bildet ein deutliches Gegengewicht zum schlichten Volumen des Museumsbaues. Die Brücke setzt mit ihren fächerartig gespannten Flügeln der Seilscharen ein prägnantes Bild. Ihre konstruktive Leichtigkeit lässt den Besucher die Donau schwebend überqueren und symbolisiert durch ihre erhebliche Spannweite die heutigen technischen Möglichkeiten. Die wechselnd Abgekanteten Flächen der Pylone lösen das Volumen durch ihre unterschiedliche Lichtreflexion auf und lassen die Pylone wie Diamanten aus dem Boden wachsen. Die Brücke wird als Schrägkabelbrücke vorgeschlagen, deren Kabelfächer aus der Vertikalen geneigt angeordnet sind. Die Kabel werden über Umlenkpylone geführt und an den Ufern verankert. Brücke und Pylone stabilisieren sich gegenseitig mit Hilfe der Rückverankerung. Der Gründungskörper der Pylonen sowie der Rückverankerungen erhalten Bohr- und Verpresspfähle. Die Pylone sind Stahlhohlkästen, die der Beanspruchung und Funktion entsprechend polygonale Querschnitte aufweisen. Der Brückenkörper ist ein schlanker trapezförmiger Hohlkasten mit orthotroper Platte. Die Kabel greifen an den Querträgerenden an, die zur Aufnahme der Horizontalkomponenten räumlich durch jeweils zwei Stäbe gehalten sind. Die städtebauliche Figur wird aus der Logik der Konstruktion entwickelt: Die Brücke ist im Vergleich zu ihrer Länge sehr schmal und muss daher horizontal seitlich gehalten werden. Dies wird durch die Schiefstellung der Pylone und Schrägkabelfächer erreicht. An den Uferseiten fügt sich die Brücke behutsam in den Wegebestand ein.

Auslober Land Oberösterreich
Objektplanung SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Tragwerksplanung ifb frohloff staffa kühl ecker
Wettbewerb 2005

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