Galerie Brückenpark Müngsten

Der Müngstener Brückenpark ist ein einmaliges Zusammenspiel zwischen Technik, Kultur und Natur. Ziel war es, die Wahrnehmung von sich überlagernden Eisenbahnviadukt, Topographie, Freiflächen und Gebäuden zu verstärken und die räumliche Verknüpfung von Brücke, Wupper und anknüpfenden Wegen erfahrbar zu machen. Dem ankommenden Besucher wird ein unverbauter Blick auf die Müngstener Brücke gegeben. Neue Nutzungen für Naturschutzzentrum mit Gastronomie und Veranstaltungssaal werden unter Ausnutzung der örtlichen Topographie in den Wupperhang eingeschoben. Die gestalterische Einheit von Topographie und Bauwerk beruhigt das Tal auf elegante Weise und überlässt der Brückenkonstruktion die bildliche Dominanz. Zwischen oberem Plateau und angrenzendem Waldrand wird der Müngstener Brückenweg als hohle Gasse zwischen aufgeschichteten Bruchsteinwänden zum tiefer gelegenen Eingangsniveau des Gebäudes und weiter zum Naturwasserspielplatz geführt. In einem zweiten Bauabschnitt soll die Ingenieurtechnische Meisterleistung des 19. Jahrhunderts durch ein Ingenieursbauwerk des 21. Jahrhunderts ergänzt werden. Durch eine extrem filigrane Konstruktion wird der aus dem Restaurant empor führende, verglaste Panoramalift auf eine 107m hohe Promenade führen, die auf der ehemaligen Wartungsebene der Brücke angelegt wird. Das „Oben" der Höhenwege wird mit dem „Unten" der Uferwege auf vielgestaltige Art miteinander verknüpft. Im Hinauf- und Hinabgehen dieser Verknüpfungswege wird die dritte Dimension der Höhe erfahrbar. Im zentralen Element des Panoramalifts, der die Brückenpromenade mit der Parkpromenade verbindet, wird diese Verknüpfungsfunktion in einer sinnfälligen technischen Vision zusammengeführt und visuell überhöht.

Auslober Regionale 2006
Objektplanung SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Tragwerksplanung ifb frohloff staffa kühl ecker
Außenanlagen Weidinger Landschaftsarchitekten
Wettbewerb 2003, Ankauf

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