Gedenkstätte Hohenschönhausen

Ziel des Entwurfes ist es, den authentischen Ort möglichst unangetastet zu belassen. Alle baulichen und musealen Maßnahmen folgen somit der Maxime, die Substanz der Architekturen und das Gedenken an Verbrechen und Opfer zu respektieren. Das klare Bewusstsein um die Geschichte des Ortes, um die Verbrechen, die im Speziallager und in der Haftanstalt geschahen, verbieten die Räume der Täter und Opfer baulich zu verändern und mit unangemessenen Nutzungen wie Café oder Garderoben zu versehen. Funktionsräume und Ausstellungsräume werden aus diesem Grunde getrennt. Die Funktionsräume von Empfang und Kasse über Garderobe, Café, Shop, Bücherei, Seminarräume bis zu den Toiletten werden in den weniger denkmalwürdigen Garagen untergebracht. Neben dem Rundgang sind es ausschließlich Dauer- und Wechselausstellung, die behutsam in schon vorhandene Räume des Altbaus integriert wurden. Entscheidend ist, dass der Altbau das erste und wichtigste Exponat ist.

Bauherr Land Berlin / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Architekt hg merz GmbH
LP 6-9 LEGGE / SAUERZAPFE ARCHITEKTEN Arbeitsgemeinschaft für hgmerz
Tragwerk CRP Ingenieurgemeinschaft

Projektsteuerung PROCON Ingenieurgesellschaft mbH
Technische Gebäudeausrüstung Heimann Ingenieure GmbH

Fotograf Bernd Hiepe

Planung 2008-2011
Bauzeit 2011-2013

 

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