Landesmuseum Linz

Die Erweiterung des Schlossmuseums Linz orientiert sich in Kubatur und Außenabmessungen an dem 1800 durch einen Brand verlorenen Südflügel. Die Wiederherstellung des vollständigen Schlossvolumens gibt dem Gebäude seine herausragende Bedeutung als Stadtkrone zurück. In seiner formalen Ausgestaltung ist die Erweiterung einer zurückhaltenden und präzisen Architektursprache verpflichtet. Die Ausstellungssäle werden elegant entlang der Substruktionsmauer angeordnet. Die Raumkörper werden leicht gegeneinander verschoben und bilden an den Außenseite Tagelichtinseln mit beeindruckenden Panoramafenstern, die dem Besucher einen großartigen Ausblick auf Linz und Umland gewähren oder sich zum Schlosshof öffnen. Der großzügige und helle Eingangsbereich öffnet sich über die gesamte Breite des Südflügels. Der zentrale Kassenraum mit dem OÖ-Relief wird über eine rückwärtige Lichtwand mit wechselndem Tageslicht erleuchtet. Der Grossausstellungsraum ist über die Haupttreppe direkt im Untergeschoss erschlossen, der Ausstellungsbereich Natur beginnt auf der Eingangsebene und wird durch 5 wohlproportionierte Säle im ersten Geschoss fortgeführt. Der Ausstellungsbereich Technik ist im 2. Obergeschoss direkt an das bestehende Schlossmuseum angebunden und stellt für den Besucher die inhaltliche Kontinuität sicher. Der Veranstaltungsbereich im 2. Obergeschoss erstreckt sich über die gesamte Gebäudetiefe und ermöglicht durch die beidseitige Panoramaverglasung Ausblicke in den Schlosshof und auf die Landschaft. Die expressive Dachform entwickelt sich aus dem Bestand und schließt den Schlosstorso zur Stadt hin.
Blick aus einer der Tageslichtinseln auf Linz und Umgebung. Die versetzt gestapelten Ausstellungssäle prägen im Wechsel mit den Panoramafenstern die Fassade der Erweiterung des Linzer Schlosses. Höhe und Kubatur der Ergänzung orientiert sich am Original. Die selbstbewusste Formensprache spielt mit dem Bestand ohne sich anzubiedern.

Auslober Landesregierung Oberösterreich
Planung SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Tragwerksplanung ifb frohloff staffa kühl ecker
Haustechnik Ingenieurbüro Wichmann GmbH
Wettbewerb 2006

 

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