Lützener Straße Leipzig

Olympia 2012
Planungswerkstatt -Kultur des Ankommens- Lützener Strasse Leipzig

Leitbild der Leipziger Bewerbung waren kompakte Spiele in der Stadt. Mit Überschaubarkeit und kurzen Wegen wollte die Stadt Leipzig Gastgeber für Spiele werden, die die ursprüngliche olympische Idee eines sportlichen Wettkampfs der Weltjugend in den Vordergrund rücken und ein einzigartiges Ambiente von Olympia im Herzen der Stadt entstehen lassen. Der öffentliche Raum in der Stadt ist als Ort der Kommunikation, der Innovation und der Emanzipation immer auch ein sozialer und politischer Raum, dessen Qualität ein Kriterium darstellt für das Maß an offener Stadtkultur. Neben den klassischen städtischen Plätzen als Kristallisationspunkte öffentlichen Lebens sind die überwiegend linear strukturierten Verkehrsräume die wichtigsten öffentlichen Räume der Stadt. Sie übernehmen die kommunikative Funktion des traditionellen städtischen Freiraums wie Forum oder Marktplatz und übersetzen sie in eine schnellere Sprache. Die Gestaltung der Straßenräume ist deshalb in der vom Ring und radialen Entwicklungssträngen geprägten Stadtstruktur Leipzigs ein zentrales Thema für die Identität und die Neudefinition des öffentlichen Raums. Die Kultur des Ankommens sollte beispielhaft an der Lützener Straße untersucht werden.
Als Teil einer Gesamtstrategie sollten entlang der Lützener Straße Zeichenhafte Gebäude als Sportbars und temporäre Bühnen für Public Viewing ausgewählte Baulücken besetzten und den Gast zum Olympiagelände begleiten. Dieser neue und frische Kontakt mit der Stadt sollte dabei nicht nur kurzfristig die Spiele beleben sondern langfristig als Initialzündung für die bauliche Entwicklung dieser Bereiche beitragen. Die Planungswerkstätten Promenadenring/ Olympische Allee sowie Kultur des Ankommens/ Lützener Straße haben stellvertretend für weitere „Magistralen" die gestalterische Einbindung der wichtigsten olympischen Wege in die Olympiaplanung zum Gegenstand. Die in einem einheitlichen Farbton gehaltenen Objekte sollten als Sportbars und temporäre Bühnen für „Public Viewing" dienen. Sie besetzen die Restflächen und bieten die Möglichkeit zur urbanen Belebung an ungewohnten Stellen der Stadt.

Auftraggeber Stadt Leipzig
Gesamtplanung  Weidinger Landschaftsarchitekten / SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Gutachten 2004

 

Blatt 1 Leipzig Übersicht