MEDIENCLUB BERLIN

Sanierung einer denkmalgeschützten Villa in Berlin

Das Gebäude an der Kurfürstenstraße wurde um die Jahrhundertwende als Stadtvilla eines Jüdischen Fabrikanten errichtet. In den dreißiger Jahren wurde die Familie enteignet und die Verwaltung einer Brauerei nutzte das Gebäude. In der Nachkriegszeit zog hier das Standesamt des Bezirks ein. Der ursprünglich quadratische Baukörper wurde durch seitliche Zubauten vergrößert, das Walmdach durch eine Attikaaufmauerung verdeckt. Der gesamte Baukörper erhielt eine einheitliche Bekleidung aus Travertin. Durch seine Lage direkt neben der Villa des Cafe Einstein und der DAAD Galerie fügt sich die neue Nutzung als MedienClub städtebaulich gut ein. Die Gebäudestruktur wird im Wesentlichen erhalten. Besonders die hochwertigen inneren Ausbauten können hervorragend für die neue Nutzungen adaptiert werden. Das großzügige Treppenhaus mit der Marmortreppe bietet ein hochwertiges Foyer. Im Erdgeschoss werden die Fenster des Restaurant und Lobbybereiches als Fenstertüren bis zum Boden vergrößert. In den ehemaligen Wohnräumen mit hochwertigen Holzbekleidungen und aufwendigem Stuck werden die Bar, ein Salon mit umfangreicher Bibliothek und ein Kaminzimmer eingerichtet. Die Küche wird im Souterrain angeordnet. Das Restaurant erhält einen großzügigen Biergarten, der direkt an den beliebten Biergarten des Cafe Einstein anschließt. Im ersten Obergeschoss werden Konferenzräume mit modernen Medienanschlüssen eingerichtet. Das Kleine Hotel mit 20 Zimmern ist in erster Linie für die Nutzung durch die Clubmitglieder gedacht. Ein Ort der Begegnung und Diskussion in einer Millionenstadt. Zentral gelegen, zwischen den beiden Zentren Mitte und Kurfürstendamm.

Auftraggeber G. Hecker
Planung SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Gutachten 2002

 

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