Pfeilerbahn HafenCity Hamburg

Die Bahntrasse zerschneidet die schmale Landzunge zwischen Oberhafen und Baakenhafen. Um städtebauliche Qualität und investive Werthaltigkeit in Übergangszeiten auch in diesem Abschnitt der Hafen City zu gewährleisten, muss die Fläche des Bahnkörpers und der angrenzenden Restflächen völlig neu interpretiert werden. Eine konventionelle Grünfläche im Sinne einer Parkanlage ist aufgrund der großflächigen Überdeckung, der Tieflage und der nahe gelegenen großzügigen Kaipromenade ungeeignet. Die Trennung von Nutzungen wird aufgehoben und die gesamte Fläche als Sportanlage für stadtverträgliche Outdoor Sportarten ausgebaut, ohne die oft störende Konkurrenz zwischen Spaziergängern, Radfahrern und Skaten. Die Atmosphäre der Asphaltfläche, der Stahlkonstruktion der Pfeilerbahn, der Strommasten, den Signallinien und Objekten entwickelt aus dem Charakter des Hafens einen eigenständigen Freiraum. Die Asphaltfläche wird durch Betonmulden und Hügel modelliert. Die Strecke wird zum nördlichen Bahnviakukt mit einer Betonkehle abgegrenzt, die gleichzeitig als Lärmschutz für den unteren Bahnkörper dient. Die geböschten Rasenflächen werden durch eine geschwungene Stützwand abgeschlossen. Zuwege werden als Rampen und Treppen eingeschnitten. An den städtebaulich vordefinierten Hafenfenstern wird eine Gliederung durch objekthafte Gebäudeskulpturen eingeführt. Die Objekte erhalten der Anlage angemessene Nutzungen, z.B. als Sportbar und dienen als Signal- und Ankerpunkte mit Durchblicken auf den Baakenhafen. Das Brückenbauwerk besteht aus drei Abschnitten mit jeweils 6 Durchlaufträgern von 40 m und einer resultierenden Gesamtlänge von 720 m. Die Konstruktion wird von einem im Längsschnitt parallelgurtigen, im Querschnitt gevouteten Stahlhohlkasten gebildet. Dieser besitzt eine max. Höhe von 1,80 m und bildet ist mit einer Stahlbetondecke als Verbundquerschnitt ausgebildet. Die Konstruktion ermöglicht ein Maximum an nutzbarer Raumhöhe unter dem Brückenkörper. Die tragenden Schotten werden in Pfeiler aufgelöst. Die Bauwerksuntersicht ist glatt und hell und unterstreicht die Längsrichtung des Streckenabschnittes. Anprallschutz auf der Skaterbahn und Lärmschutz in Gleisebene werden gestalterisch integriert.

Auftraggeber HafenCity Hamburg GmbH
Planung SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Tragwerksplanung ifb frohloff staffa kühl ecker
Außenanlagen Weidinger Landschaftsarchitekten
Gutachten 2004

 

HCH u 1a

 

 

 

HCH u 2a