Stadthalle Reethus Rheda-Wiedenbrück

Bauten der Industrie sind durch den Pragmatismus des funktional Nahe liegenden geprägt. Das Gelände der Grube Reden wurde seit Ihrer Gründung stetig durch Neubauten ergänzt, bestehende Gebäude wurden durch Umbauten verändert und der gewünschten Nutzung angepasst. Eine rein funktionalistische Methode erzeugt Gebäude von eigenwilliger poetischer Kraft. Dieser Ansatz bildet die Grundlage der Umnutzung der Maschinenhalle für das Staatliche Konservatoramt und das Institut für Landeskunde im Saarland. Um einen Hallenteil der Maschinenhalle unverändert erhalten zu können, wird der Raum nur ebenerdig genutzt. In diesem Teil sind die emissionsarmen Werkstätten und Arbeitsräume als Arbeitsinseln eingestellt, mit der geforderten Gerätetechnik ausgestattet und an eine zentrale Raumluftabsaugung angeschlossen. Im Inneren der Halle werden alle notwendigen Labor- und Technikräume sowie Magazine in Containern untergebracht. Das Depot der Altertümersammlung wird in einem kompakten Kubus gefasst und wächst aus der Dachzone der 1912 errichteten Erweiterung der Maschinenhalle heraus. In der Kompressorenhalle wird eine Gebäudeachse von Einbauten freigehalten. Es entsteht eine mehrgeschossige Eingangshalle, die auf beiden Seiten von Glasfassaden begrenzt wird. Die Einbauten in der Kompressorenhalle erlebt man von hier als Schnittfläche durch das gesamte Gebäude. Hinter einer Glasfassade zeichnen sich Erschließungskern und Bürozonen ab. Die Stahlbetonrahmen bleiben als Raumbildendes Element erlebbar. Die schlanken hohen Fensteröffnungen und der Laufkran werden erhalten. Die Publikumswirksamen Nutzungen Seminar- und Ausstellungsraum sowie die Bibliothek sind von dieser zentralen Halle aus zugänglich. Den Büroräumen gegenüberliegend ergeben sich Einblicke in die Maschinenhalle.

Auslober Flora Westfalica und FGS Fördergesellschaft Wirtschaft und Kultur mbH
Planung SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Tragwerksplanung ifb frohloff staffa kühl ecker
Wettbewerb 2007, Engere Wahl

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