Wasserturmstraße Freiberg

Neugestaltung einer Platzfolge in der Altstadt von Freiberg

Wasserturm- und Talstraße sind durch differenzierte Aufweitungen und platzähnliche Situationen gekennzeichnet, die zurzeit nur unbefriedigend gestaltet sind und kaum genutzt werden können. Durch bauliche Überformungen und Durchbrüche ist der Straßenraum zu einem trennenden Element zwischen Nikolai-, Domviertel und der Sächsstadt geworden. Die Neugestaltung soll Aufenthaltsqualitäten im öffentlichen Raum für Bewohner und Gäste der Freiberger Altstadt zurückbringen und helfen, den motorisierten Verkehr auf das notwendige Maß zu beschränken. Für die Linienführung von Wasserturm- und der Talstraße schlagen wir vor, vom Prinzip „Borde folgen Häuserfluchten" abzuweichen. Die vielfach wechselnden Richtungen der Fluchten und die unterschiedlichen Querschnittsbreiten führen dazu, dass der Straßenraum in seinem unsteten Verlauf der Ränder und Achsen vielfältig übernutzt wird. Die klare Bordführung als Begrenzung des Fahrbahnrandes erlaubt die funktionale Unterscheidung der Flächen. Im Bereich Färberplatz und Ascheplatz wird der Straßenzug unterbrochen und in die Platzfläche integriert. Durch die Neufassung der Plätze und platzartigen Aufweitungen werden diese als Orte des Verweilens gestärkt und benachbarte Altstadtviertel miteinander verbunden. Der ehemals enge Bezug wird neu interpretiert, der städtische Freiraum für Anlieger und Besucher zurückerobert. Die Straßenzüge Wasserturmstraße und Talstraße bilden das Rückrad der an ihnen aufgereihten Platzräume.

Auslober Stadt Freiberg
Gesamtplanung  Weidinger Landschaftsarchitekten / SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Wettbewerb 2002