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Gedenkstätte Hohenschönhausen, Berlin 2011 – 2013

Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
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Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin, Bau | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin, Bau | Sauerzapfe Architekten
Gedenkstätte Hohenschönhausen 1. BA, Berlin, Bau | Sauerzapfe Architekten

100 Gedenkstätte Hohenschönhausen, Berlin 2011 – 2013

Im Zentrum aller Bemühungen um die Gestaltung der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen muss das authentische Gebäude als historischer Ort der Verfolgung und des Leidens stehen. Die Anlagebildet sich aus insgesamt sechs historischen Schichten, von denen die letzte den vorläufigen Abschluss bildet: Heike-Fabriken, Großküche, sowjetisches Speziallager, Untersuchungshaftanstalt des MfS, post-sozialistische Wirrungen und schließlich Umbau zur Gedenkstätte. Die Geschichte endet hier nicht mit dem Untergang der DDR, sondern schließt auch die Zerstörungen und Eingriffe in der Folgezeit mit ein. Diese gilt es zu reflektieren, nicht zu korrigieren.

Der authentische Ort bleibt unangetastet, alle baulichen und musealen Maßnahmen folgen der Maxime, die Substanz der Architekturen und das Gedenken an Verbrechen und Opfer zu respektieren. Die architektonischen Eingriffe bleiben auf Distanz, ebenso die musealen Präsentationen. Funktionsräume und Ausstellungsräume werden aus diesem Grund räumlich voneinander getrennt. Die Funktionsräume von Empfang und Kasse über Garderobe, Café, Shop und Seminarräume bis hin zu den Toiletten wurden in den weniger denkmalwürdigen Garagen untergebracht. Die Garagen wurden, ohne das äußere Erscheinungsbild zu zerstören, entkernt und saniert, die Öffnungen hinter den historischen Garagentoren mit großflächigen, rahmenlosen Verglasungen geschlossen.

Das Hauptgebäude gilt als das erste und eigentliche Exponat. Hier findet eine klare Trennung von historisch authentischer Substanz und musealer Erschließung statt. So wurde in der Mitte des Gebäudes ein neutralisierter Ausstellungsraum eingefügt, während die fassadenbegleitenden Räume authentischen Charakter haben. In ihrer Gestaltung wurden sie weitestgehend belassen und denkmalpflegerisch saniert und konservatorisch sowie szenografisch behandelt. Der Rundgang erfolgt auf einem Erschließungssteg, der reversibel und mit einer schmalen Abstandsfuge auf die vorhandenen Böden aufgebracht wurde. Der Steg erweitert sich in den Ausstellungsräumen zu großen Bodenflächen für die Dauerausstellung, und zu Themeninseln in den authentischen Bereichen wie dem ehemaligen Leiterzimmer. In der Vertikalen wird der Steg zur Ausstellungswand, von der Tischvitrine bis zur raumhohen Wand, die der Präsentation von Exponaten, Grafiken und Texten dienen.

Wettbewerb 1.Preis
Bauherr: Senat Berlin
Partner: hgmerz architekten, Wettbewerb, LP 2-5
Tragwerk: CRP Ingenieure
Haustechnik: Ingenieurbüro Heimann
Fotograf: Bernd Hiepe

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