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Haus des Gastes, Nebel auf Amrum 2020

Haus des Gastes, Nebel auf Amrum | Sauerzapfe Architekten
Haus des Gastes, Nebel auf Amrum | Sauerzapfe Architekten
Haus des Gastes, Nebel auf Amrum | Sauerzapfe Architekten

159 Haus des Gastes, Nebel auf Amrum 2020

Ein Gemeinschaftshaus für Nebel. Das neue Haus des Gastes in Nebel bietet Einwohnern und Gästen vielfältige Angebote. Es wird ein Ort der Begegnung und der Kultur. Für die Einwohner von Nebel wird das Haus ein neuer Mittelpunkt ihrer Dorfgemeinschaft und für die Gäste ihr erster Anlaufpunkt auf der Insel.

Das neue Haus wird als großer, homogener Baukörper ausgebildet. Es entsteht ein großzügiges Gebäude, das mit seiner langen Form einen Bezug zur benachbarten Kirche entwickelt. Die beiden Gebäude ergänzen sich in ihrer, die Gemeinschaft fördernden Funktion und bilden zusammen einen Zentralort, der auf Nebel und ganz Amrum ausstrahlt. In Kontrast zur liturgischen Ausrichtung der Kirche steht das neue Haus des Gastes in Nord-Süd-Richtung. Die Eingänge befinden sich auf den Längsseiten. Von beiden Seiten ankommend gelangen die Gäste in ein großes Foyer. Die Ostseite ist vom Parkplatz aus leicht zu erreichen. Der Giebel Richtung Westen empfängt alle die, die sich zu Fuß vom Dorf her dem neuen Gemeinschaftshaus nähern.

Der Höhepunkt des neuen Gebäues ist der große Veranstaltungssaal im Norden. Hier können sehr unterschiedliche Aktivitäten stattfinden. An der Giebelwand kann eine Bühne für Kulturdarbietungen aufgebaut werden. Es kann aber auch in Form eines großen Runds eine Gemeinschafts-Situation gebildet werden. Oder der Saal öffnet sich ¬– wie auf dem Modellfoto zu sehen – zu allen Seiten und bietet einen fließenden Übergang in den parkähnlichen Garten des Grundstücks. So können die Bewohner von Nebel mit ihren Gästen wunderbar größere Feste feiern. Dieser große Saal wird über die gesamte Höhe des Volumens ausgebildet. Im davor liegenden Foyer befindet sich das Café, das sich zur Nachmittagssonne hin orientiert und bei schönem Wetter in den Park erweitert werden kann. Die Kinderbetreuung und ein kleiner Multifunktions- und Leseraum schließen gut belichtet im Süden an das Foyer an. Hier befinden sich auch die Toiletten. Im südlichen und mittleren Bereich des Hauses wird ein erstes Obergeschoss eingezogen. Die im Raumprogramm geforderten Unterbringungsmöglichkeiten für den DLRG und die Hausmeisterwohnung befinden sich hier. Durch Hinzufügung eines Aufzugs kann der Bereich barrierefrei erschlossen werden.

Das Gebäude orientiert sich an der Gestaltungssatzung für Nebel. Das Haus wird als Holzkonstruktion ausgebildet und greift auf nachhaltige, ortsübliche Materialien zurück. Die Friesengiebel gliedern das Volumen und machen weithin sichtbar, wo die Zugänge liegen. Es ist rundum zugänglich und bildet mit seinen Veranstaltungen, seinen Programmangeboten und durch sein Café vielfältige Möglichkeiten der Begegnung. Die Gemeinde und die Gäste werden das zeitgemäße und nachhaltige Gebäude als Bereicherung ihres Aufenthalts auf Amrum und in Nebel erleben.

Wettbewerb
Bauherr: Gemeinde Nebel auf Amrum
Freiraum: hutterreimann landschaftsarchitektur gmbh

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