Mahnmal St. Nikolai, Hamburg 2025
208 Mahnmal St. Nikolai, Hamburg 2025
Das Kirchenplateau bildet eine räumliche Einheit, gefasst von einem umlaufenden, begrünten Bankett, das sich an den Zugängen öffnet. Im Zentrum setzt der Eingangspavillon, wie ein funkelnder Kristall, ein markantes Zeichen und schafft die neue Adresse für Gedenkstätte und Museum. Seine Geometrie zitiert den historischen Kirchengrundriss und bewahrt wichtige Blickbeziehungen. Eine Rampe im Norden vom Wölbersteig ermöglicht die barrierefreie Erschließung. Alle Ergänzungen sind in Materialität und Formensprache aufeinander abgestimmt und klar als zeitgenössische Interpretationen erkennbar. Die markante Gestalt des Pavillons inszeniert die Eingangssituation neu. Das kristallin gefaltete hölzerne Dachtragwerk leitet seine Kräfte in das historische Mauerwerk des Untergeschosses und überspannt stützenfrei den Innenraum mit Aufzug und Treppenanlage. Es entsteht eine fließende Verbindung zwischen Innen und Außen auf dem Plateau. Ein zentrales Dachfenster richtet den Blick wie ein Spot auf den imposanten Kirchturm. Zum Wölberstieg bildet der Pavillon eine Raumkante, während die erhöhte Lage des Plateaus dem Museumsshop ein Schaufenster zur Stadt eröffnet.
Wettbewerb
Bauherr:
Tragwerk: ifb frohloff staffa kühl ecker PartG mbB
Freiraum: hutterreimann landschaftsarchitektur
Mitarbeit: Shubham Jain, Emile Vasquez Pacheco