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Spreepark Riesenrad und Umfeld, Berlin 2021

176 Spreepark Riesenrad und Umfeld, Berlin 2021

Der Spreepark ist ein Ort zwischen Erinnerung, Verfall, Natur und technischer Entwicklung. Das Riesenrad soll diese Geschichte nicht nur bewahren, sondern mit einer zeitgenössischen künstlerischen Intervention neu erzählen. Als reaktives und performatives Objekt tritt es in einen Dialog mit Landschaft, Wetter und Besucher*innen. Aus der Ferne erscheint das Riesenrad als ikonisches Zeichen mit kontrastreichem schwarz-weißem Streifenmuster. Die Gestaltung erinnert zugleich an ein großes Tier und an die Tarnmuster von Fahrzeugprototypen. Damit entstehen Bezüge zwischen Natur und Technik, Sichtbarkeit und Verbergen. Inmitten einer Wasserfläche ergänzen bewegliche Fontänen und bewegte Lichtkegel die Inszenierung. Besonders nachts entsteht durch scheinwerferartige „Augen“ ein geheimnisvolles, lebendiges Erscheinungsbild.

In einem weiteren Schritt verbindet sich die neue Gestaltung mit der Geschichte des Riesenrades: Über dem schwarz-weißen Muster liegt die historische rot-bunte Farbgebung. Eine thermochrome Lackierung macht diese abhängig von der Temperatur sichtbar oder unsichtbar. Wärme, Regen, Wasser und sogar die Körpertemperatur der Besucher*innen können den Farbwechsel auslösen.

So wird das Riesenrad zu einem wandelbaren Erinnerungsobjekt, das Vergangenheit und Gegenwart, Natur und Technik sowie Spektakel und Reflexion miteinander verbindet. Der zeitlich begrenzte Farbwechsel wird dabei selbst Teil der Geschichte des Spreeparks.

Wettbewerb Gesamthafte Gestaltungskonzeption

Bauherr: Grün Berlin

Tragwerk: ifb frohloff staffa kühl ecker PartG mbB

Künstler: Heike Mutter und Ulrich Genth

Mitarbeit: Julian Moenig

 

 

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