032

City Nord, Hamburg 2002

032 City Nord, Hamburg 2002

Die CITY NORD wird als zeitgemäße Stadtlandschaft weiterentwickelt, um den Standort für künftige Anforderungen zu stärken und seine Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Hamburger Hafen zu sichern. Der zentrale Grünzug knüpft an das Formenvokabular der Bildenden Kunst seiner Entstehungszeit an und überführt es in eine eigenständige, zeitgenössische Gartenkunst. Der denkmalpflegerische Ansatz bezieht sich dabei auf die städtebauliche Idee der Stadtlandschaft, nicht auf einzelne historische Formen. Die lose gesetzten SEEROSEN – intensiv gestaltete Garteninseln mit unterschiedlichen Nutzungen – gliedern den Grünzug neu. Sie lösen die bestehende axiale Wegeführung zugunsten fließender Bewegungen auf und integrieren Geländemodellierungen und erhaltenswerte Baumgruppen. Eine neue Fußgängerbrücke über den Jahnring sowie Blumeninseln im Stadtpark verknüpfen die Freiräume und überwinden ihre heutige Isolation. Auch die Gebäudestruktur wird neu rhythmisiert. Die bislang flächige, 500 Meter lange Gebäudefront wird durch gezielte Eingriffe in neun eigenständige Volumen gegliedert. Rück- und Durchbrüche, Einschnitte und Lichthöfe schaffen Durchlässigkeit und intensivieren die Beziehung zwischen Gebäude und Freiraum. Ergänzende Nutzungen, etwa ein Musical-Theater, können die Vitalität des Areals weiter stärken. Das Prinzip der präzise gesetzten SEEROSEN wird so vom Freiraum auf die Architektur übertragen.

Wettbewerb

Bauherr: Stadt Hamburg

Mitarbeit: Rebecca Böllinger

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