034

Erweiterung Bundesverfassungsgericht, Karlsruhe 2002

Erweiterung Bundesverfassungsgericht, Karlsruhe | Sauerzapfe Architekten
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034 Erweiterung Bundesverfassungsgericht, Karlsruhe 2002

Der Erweiterungsbau des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe ergänzt das Baumgartenensemble durch ein eigenständiges Gebäude und belässt so die Wirkung der Gesamtfigur. Der Baukörper ist dreihüftig aufgebaut und durch eine Zentrale Zone mit Erschließung und Servicefunktionen gegliedert. Alle Büroräume sind zum Garten hin orientiert, die Zentrale Zone öffnet sich in Teilen zum Park und lässt Tageslicht weit in das Baukörperinnere eindringen. Die Baukörperhülle entwickelt eine neue eigenständige Figur, die durch Fuge und Versatz auf den Botanischen Garten reagiert.

Die Fassade ist zweischalig und hinterlüftet ausgebildet. Ein umlaufender Gang aus Gitterosten ermöglicht Wartung und Austritt aus den Büros. Das Luftvolumen der Zwischenzone dient als Klimapuffer und stellt eine geregelte Lüftung mit geringen Energieverlusten sicher. Die Innere Fassade ist mit Holzprofilen und einer Dreifachverglasung ausgestattet. In jedem Büro ist das mittlere Fensterelement mit Dreh-Kipp-Flügeln ausgestattet. Die äußere Haut wird aus filigranen Stahlprofilen mit flächenbündig eingesetzten Glasplatten gebildet. Auch hier lässt sich je Büro ein Fensterelement öffnen.

Das Volumen wurde in seinen Abmessungen so optimiert, dass der Eingriff in die Freiflächen der Parkanlage minimiert bleibt. Die Komposition des Baumgartenentwurfes bleibt unberührt, da der Erweiterungsbau sich in Kubatur und Grundrissform vom Bestand absetzt. Die Sichtbeziehungen auf die einzelnen Baukörper des Baumgartenensembles bleiben weitestgehend erhalten.

Die flächige halbtransparente Außenhülle bildet den Botanischen Garten und die Gebäude des Baumgartenensembles als Spiegelung ab. Dadurch nimmt sich das Volumen der Erweiterung noch weiter zurück die Übergänge von Gebäude zu Park werden aufgelöst. Die Schichtung der Fassade interpretiert ein Thema der baumgartenschen Fassaden und verbindet diese mit energetischen Konzepten der Gegenwart.

Wettbewerb
Bauherr: Bundesrepublik Deutschland

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