065

Haus FJ, Berlin 2004 – 2006

Haus FJ, Berlin | Sauerzapfe Architekten
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065 Haus FJ, Berlin 2004 – 2006

Auf einem kleinen Grundstück in Berlin Pankow sollte nach Wunsch der Bauherren ein zweigeschossiges Einfamilienhaus in Niedrigenergiebauweise mit einem möglichst hohen Anteil an naturnahen Baustoffen errichtet werden.

Um die geplante Bauzeit von 6 Monaten einhalten zu können wurde mit vorgefertigten Holztafelelementen gearbeitet. Der kompakte Baukörper hat ein optimales Verhältnis von Grund- zu Hüllfläche und trägt zur Minimierung des Transmissionswärmeverlustes bei. Die Auskragung im 1.OG dient zur Verschattung der großflächigen Fensterfront im Sommer und lässt im Winter ein hohes Maß an solaren Wärmeeintrag zu. Kombiniert mit der Gräser- und Staudenbepflanzung entsteht im oberen Stockwerk ein zweiter Vorgarten. Die Fassade ist aus unbehandelter Lärche, hinterlüftet mit offener Fuge, die Fensterflügel aus naturfarbenem Aluminium. Beide Materialen sind praktisch wartungsfrei.

Die Wärmegewinnung erfolgt über einen gasbetriebenen Brennwertkessel, der zusätzlich über die Sonnenkollektoren auf dem Dach, als auch über den Heizkamin im Wohnbereich mit Energie versorgt wird. Dieses flexible System ermöglicht es den Bewohnern die Art der Wärmegewinnung zu bestimmen und so auf mögliche Veränderungen reagieren zu können. Sämtliche Leitungen sind in einer zusätzlichen Installationsebene untergebracht. Diese innere Schale vereinfacht den Bauablauf und gewährleistet eine sichere und luftdichte Ausführung vor Ort, sowie eine einfache Revision in der Folgezeit.

Selbstverständlich fügt sich der funktionale Baukörper in den alten Baumbestand der Umgebung ein. Die großen nach Südwesten hin ausgerichteten Fenster kontrastieren mit den geschlossenen Holzflächen an der Nord- und Südfassade.

Bauherr: Privat
Partner: Stefan Motz
Tragwerk: ifb frohloff staffa kühl ecker
Holzbau: Zimmerei Portack & Grille
Haustechnik: Günther & Gedaschke GbR

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