079

Stadthalle Reethus, Rheda-Wiedenbrück 2007

Stadthalle Reethus, Rheda-Wiedenbrück | Sauerzapfe Architekten
Stadthalle Reethus, Rheda-Wiedenbrück | Sauerzapfe Architekten
Stadthalle Reethus, Rheda-Wiedenbrück | Sauerzapfe Architekten
Stadthalle Reethus, Rheda-Wiedenbrück | Sauerzapfe Architekten
Stadthalle Reethus, Rheda-Wiedenbrück | Sauerzapfe Architekten
Stadthalle Reethus, Rheda-Wiedenbrück | Sauerzapfe Architekten
Stadthalle Reethus, Rheda-Wiedenbrück | Sauerzapfe Architekten

079 Stadthalle Reethus, Rheda-Wiedenbrück 2007

Aus der Grundfigur eines Rechteckes wird eine individuelle, auf den Park bezogene Figur entwickelt. Der Baukörper wird parallel zur Bebauung am Emsweg orientiert, die eingeschwenkte Fassade nimmt die Richtung der Bebauung an der Mittelhegge auf. Das Raumprogramm wird in Volumen mit unterschiedlichen Raumhöhen aufgeteilt, die um einen kleinen Patio gruppiert werden. Dabei wird die Spreizung des Veranstaltungssaales genutzt, um eine nach innen gedrehte Eingangsfassade zu erhalten.

Dem großen Saal unmittelbar vorgelagert wird das großzügige Foyer, das sich über zwei Ebenen erstreckt. Direkt an das Foyer schließt sich nach außen eine Loggia an, die unterschiedliche Funktionen übernimmt. Diese bietet dem Besucher ein Schatten- oder Schlechtwetterdach und vermittelt räumlich zwischen Gebäude und Park. Dem Theatersaal spiegelbildlich gegenübergestellt werden die Bereiche der gastronomischen Nutzung, die Serviceräume und der Garderobenbereich. Von allen räumlichen Einheiten hat man direkten Zugang zum Patio, der sich vor allem als Ergänzung der Eingangszone für Veranstaltungspausen eignet.

Eine Dachhaut umfährt die durch die Nutzung vorgegebenen Bauhöhen, so dass einerseits die Dachform ein räumlicher Gewinn für die jeweils darunter befindlichen Räume ist, auf der anderen Seite nicht zu viel ungenutzter Umfang aufgebaut wird. Die tragenden Stützen entwickeln sich logisch aus dem Fassadenaufbau und erinnern in ihrer etwas ungleichmäßigen Stellung und leichten Neigung an überdimensionale Grashalme. Je nach Lichteinfall lassen die Stützen, bei Tage im Innenraum und bei Dunkelheit im Park, ein abwechslungsreiches Schattenspiel entstehen. Die Fassade besteht aus streifenförmigen Paneelen, die in unregelmäßigem Wechsel, je nach dahinter liegender Nutzung, aus transluzentem oder farbig bedrucktem Sicherheitsglas sowie aus beschichteten Aluminiumverbundtafeln besteht.

Die Architektur des Veranstaltungssaales vermeidet parallele Wandflächen und schafft so räumliche Voraussetzung für eine gute Akustik. Der Bühnenraum ist mit einer umlaufenden Arbeitsbühne ausgestattet. Über diesen Umgang ist auch die Beleuchterbrücke erschlossen. Die großen Dachflächen lassen auf ihren südlich orientierten Teilen für solare Energiegewinnung nutzen.

Wettbewerb
Bauherr: Flora Westfalica und FGS Fördergesellschaft Wirtschaft und Kultur mbH
Tragwerk: ifb frohloff staffa kühl ecker

1/7