Fußwegbrücke JMB, Berlin 2016
127 Fußwegbrücke JMB, Berlin 2016
Mit dem ANOHA, der Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin im ehemaligen Blumengroßmarkt liegen die beiden Einrichtungen räumlich nah beieinander – getrennt jedoch durch die stark befahrene Lindenstraße. Ziel der Machbarkeitsstudie war eine möglichst sichere, kinderfreundliche und intuitive Querung. In Abstimmung mit Bauherr und Bezirk wurden drei Varianten untersucht: eine ebenerdige Querung mit gesteuerter Lichtsignalanlage, eine Unterführung sowie eine Fußwegbrücke.
Für die Brücke schlagen wir eine begehbare, tragende Röhre aus einer leichten Stahlkonstruktion vor, die mit transluzenten, bedruckten Fiberglaselementen verkleidet wird. Sie wird zum räumlichen und erzählerischen Bindeglied zwischen Museum und ANOHA. In und auf der Röhre bewegen sich gemeinsam mit den Kindern die Tiere auf ihrem Weg zur Arche Noah. Die transluzente Hülle erzeugt dabei tagsüber ein farbiges, spielerisches Erscheinungsbild und lässt die Brücke auch nachts als leuchtendes Zeichen im Stadtraum sichtbar werden.
Machbarkeitsstudie
Bauherr: Jüdisches Museum Berlin
Mitarbeit: Julian Moenig