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Kunsthalle Ernst-Sachs-Bad, Schweinfurt 2005

070 Kunsthalle Ernst-Sachs-Bad, Schweinfurt 2005

Das historische Schwimmbadgebäude ist ein bemerkenswertes architektonisches und bautechnisches Zeitdokument. Besonders hervorzuheben sind die sorgfältige ingenieurtechnische Planung der Tragstruktur und der konsequente Einsatz von „Eisenbeton“ für Decken, Unterzüge, Stützen und Schwimmbecken. Der Gebäudekomplex umfasst das historische Bad sowie eine später nordöstlich ergänzte Heizzentrale. Für die Umnutzung zur Kunsthalle werden die baulichen Eingriffe bewusst auf ein Minimum reduziert. Filigrane Treppen und Galerien verbinden die Ebenen, ohne die großzügige Raumwirkung der Schwimmhalle zu beeinträchtigen. Die Ausstellung wird so organisiert, daß das natürliche Tageslicht der Halle genutzt werden kann. Empfindliche Papierarbeiten finden in den zu Ausstellungskabinetten umgenutzten Nebenräumen optimale Bedingungen unter Kunstlicht. Die neuen Einbauten werden überwiegend aus Stahl und Glas gefertigt. Ihre reduzierte, zeitgemäße Formensprache setzt sich bewusst vom historischen Bestand ab und macht die neue Nutzung klar ablesbar, ohne die charakteristische Architektur des Schwimmbads zu überformen.

Wettbewerb

Bauherr: Stadt Schweinfurt

Mitarbeit: Magdalena Mulak, David Wirth

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